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Standards für das kommunale Klimaschutz-Monitoring
Entwicklung einheitlicher Qualitäts- und Verfahrensstandards für wirksames kommunales Klimaschutz Monitoring
Kommunen spielen als “Umsetzungsebene” eine zentrale Rolle bei der Erreichung der nationalen Klimaschutzziele. Um die Effektivität und Zielkonformität der kommunalen Klimaschutzaktivitäten überprüfen zu können, benötigen Kommunen wirksame und praxistaugliche Instrumente für das Klimaschutz‑Monitoring. Aufbauend auf dem etablierten Bilanzierungsstandard BISKO (Bilanzierungs-Systematik Kommunal) entwickelt das Projekt “Standards für das kommunale Klimaschutz‑Monitoring” bundeseinheitliche Qualitäts- und Verfahrensstandards für ein umfassendes Monitoring kommunaler Klimaschutzaktivitäten.
Ziele des Projekts
Ziel des Projekts ist die (Weiter-)Entwicklung von Standards, mit denen Kommunen die Auswirkungen der lokalen Klimaschutzaktivitäten effizient und aussagekräftig bewerten können. Die entwickelten Standards sollen
- die Messbarkeit, Vergleichbarkeit, Transparenz und Konsistenz kommunaler Klimaschutzaktivitäten sicherstellen,
- mit den Zielen der nationalen Klimaschutzstrategie kompatibel sein,
- die vollständige Ausschöpfung kommunaler Klimaschutzpotenziale adressieren und
- wissenschaftlich fundiert und zugleich praxistauglich für unterschiedliche Kommunentypen sein.
- Prüfung und Anpassung methodischer Grundannahmen
- stärkere Berücksichtigung nicht-energetischer Emissionen sowie des LULUCF-Sektors
- präzisere Vorgaben zu Datengrundlagen, Berechnungslogiken und Datengüte
Ein zentrales Anliegen ist es zudem, die Standards so aufzubereiten, dass sie breit angewendet, verstetigt und über bestehende Multiplikator*innen verbreitet werden können.
Vorgehen
Das Projekt verfolgt einen iterativen, transparenten und beteiligungsorientierten Ansatz. Zentrale Elemente sind u.a. die systematische Analyse des Forschungsstands und bestehender Standards, aktive Einbindung von Kommunen, Ländervertretungen, Fachakteur*inneen und Tool‑Anbietenden über Befragungen, Workshops und Testanwendungen und die Erprobung der entwickelten Standards in Beispielkommunen.
Inhalte und Arbeitspakete
Das Projekt gliedert sich in mehrere miteinander verzahnte Arbeitspakete (AP):
- AP 1 | Weiterentwicklung von BISKO und Informationsmaterialien: Der bestehende Standard zur kommunalen Energie‑ und Treibhausgasbilanzierung (BISKO) wird vor dem Hintergrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen weiterentwickelt. Begleitend entstehen zielgruppenspezifische Informationsmaterialien (z. B. Leitfäden, Checklisten, FAQs) für Kommunen und Dienstleister*innen.
- AP 2 | Entwicklung weiterer Standards für ein umfassendes Klimaschutz-Monitoring: Ergänzend zur Bilanzierung werden weitere Monitoring-Elemente erstellt und standardisiert, wie bspw. standardisierte Maßnahmen-Steckbriefe für Planung und Monitoring kommunaler Klimaschutzmaßnahmen, Methodik zur Ermittlung und Dokumentation der vollständigen kommunalen Potenzialausschöpfung (z. B. erneuerbare Energien, Senken), Standard für kommunale Klimaschutz- und Ziel-Szenarien auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität, Weiterentwicklung und Standardisierung der kommunalen Einflussbilanz, Bilanzierungsstandard für Treibhausgasemissionen von Kommunalverwaltungen, Überarbeitung und Erweiterung kommunaler Klimaschutz-Indikatoren
- AP 3 | Zusammenführung zu einem Monitoring-System: Die einzelnen Monitoring-Standards werden zu einem integrierten, modularen Klimaschutz-Monitoring-System zusammengeführt, das unterschiedliche kommunale Ausgangslagen berücksichtigt und praxisnahe Anwendungshilfen bietet.
Projektinformationen
Standards für das kommunale Klimaschutz-Monitoring
Das Vorhaben wird im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) durchgeführt und durch das Umweltbundesamt (UBA) fachlich begleitet. Das Projektkonsortium aus ifeu, Öko-Institut und Klima‑Bündnis verbindet die wissenschaftliche Perspektive mit umfassender kommunaler Praxiserfahrung.
Projektförderzeitraum: April 2026 – April 2029
Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Sie haben Fragen? Wir sind gerne für Sie da!
Alexander Schacht
T. +49 69 717139-23
E. a.schacht@climatealliance.org