EU Peers

Europäische Gemeinschaft für One-Stop-Shops zur Steigerung der Sanierungsrate

Der Wohnsektor spielt eine wesentliche Rolle beim Erreichen der ambitionierten europäischen Klimaziele für 2030.

Allein Wohngebäude machten 2020 mehr als 25 % des Endenergieverbrauchs in der EU aus. Angesichts der hochgesteckten Klimaziele ist die aktuelle Rate an energetischen Sanierungen allerdings bei weitem nicht ausreichend. Integrierte Sanierungsdienstleistungen im Wohnsektor – oft One-Stop-Shops genannt – sind Teil der Lösung, um die Sanierungsquote zu erhöhen.

One-Stop-Shops unterstützen Hausbesitzer*innen bei der energetischen Sanierung als zentrale Anlaufstelle entlang der gesamten Prozesskette. Sie bündeln Information, Beratung und Unterstützung bei Fördermitteln, sowie teilweise auch die Koordination der Umsetzung. Ziel ist es, die Komplexität des Sanierungsprozesses zu reduzieren und Hemmnisse für Hausbesitzer*innen und Bewohner*innen abzubauen. Ohne eine solche integrierte Begleitung durch One-Stop-Shops oder ähnliche Akteur*innen wird eine Sanierung häufig als unübersichtlich, zeitaufwendig und risikobehaftet wahrgenommen. Abschrenkend wirken be Renovierungen insbesondere Informationsdefizite, Unsicherheiten bei Förderprogrammen und der hohe Koordinationsaufwand.
Obwohl die Zahl der One-Stop Shops in Europa zunimmt, variieren ihre Präsenz und Kapazität stark je nach Land und Region. Es bestehen weiterhin Herausforderungen hinsichtlich ihrer Finanzierung, nationaler politischer Unterstützung und wie man dafür sorgt, dass nach der Inanspruchnahme von Beratungen auch tatsächlich Sanierungen durchgeführt werden. Die aktuelle Novelle der EU-Gebäuderichtlinie ermutigt Mitgliedstaaten, einen One-Stop Shop pro Region oder pro definierter Bevölkerungsschwelle einzurichten.

EU Peers zielt darauf ab, die One-Stop-Shop Bewegung in Europa zu stärken und in die Breite zu tragen, um die Sanierungsquote im Wohnsektor deutlich zu erhöhen. Zu diesem Zweck etabliert EU Peers eine inklusive, europäische Praxisgemeinschaft, in der One-Stop-Shops und weitere relevante Akteur*innen aktiv eingebunden werden.

 

Konkret setzt sich EU Peers aus verschiedenen nationalen und transnationalen Community-Plattformen zusammen. Diese bieten einen Raum für regelmäßigen Austausch aus der Praxis und fachliche Weiterbildungsangebote. Regelmäßige Veranstaltungen sowie ein Mentoring-Programm für One-Stop-Shops, die sich in der Entstehung befinden, ergänzen das Angebot. Darüber hinaus setzt sich EU Peers auch für die Sichtbarkeit der gesamten One-Stop-Shop Bewegung ein und trägt mit Empfehlungen dazu bei, politische und ökonomische Rahmenbedingungen zu verbessern.

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Projektinformationen

EU Peers

Das Klima-Bündnis koordiniert die Initiative und arbeitet mit folgenden Projektpartner*innen: Filao Labs (FR), Green Building Council Espana (ES), Region Piemonte (IT), Ēku Saglabāšanas un Energotaupības Birojs (LV), Italian National Agency for New Technologies, Energy and Sustainable Economic Development (IT), Global New Energy Finance, Energy Cities, European Federation of Agencies and Regions for Energy and the Environment, Climate Policy Institute Applied Communications (HU) und South East Energy Agency (IE)

 

Projektförderzeitraum: September 2023 – August 2026

Gefördert durch: Das LIFE-Programm 2021-2027 der Europäischen Union

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Jenny Claire Keilmann

T. +49 69 717139-75

E. j-c.keilmann@klimabuendnis.org

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