Zukunft Hochtaunuskreis
Regionale Foren zur Anpassung an den Klimawandel im Hochtaunus
Direkt vor den Toren des Ballungsgebietes Rhein-Main, nur 30 km nordwestlich von Frankfurt, liegt der Taunus.
Die landschaftliche und kulturelle Vielfalt mit dem UNESCO-Welterbe Limes locken jährlich mehrere Millionen Menschen in dieses Mittelgebirge in der Metropolregion Rhein-Main. Der Klimawandel ist im bewaldeten und höher gelegenen Taunushauptkamm – dem Hochtaunus – bereits mehr als spürbar. Ein Symbol dafür ist das großflächige Absterben der Fichte, für die es zu warm und zu trocken geworden ist. Solche Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitung einer Pflanzenart sind für viele weitere Tier- und Pflanzenarten zu beobachten. Ein funktionierender Biotopverbund gilt als eine der wichtigsten Anpassungsmaßnahmen, um Ökosysteme und Arten in ihrer Anpassungsfähigkeit zu stärken.
Das Verbundvorhaben „Regionale Foren zur Anpassung an den Klimawandel im Hochtaunus“ hatte das Ziel, die Koordination und den Erfahrungsaustausch zur Anpassung an den Klimawandel in der Region zu fördern und fortzuentwickeln. Im Rahmen verschiedener Austausch- und Netzwerkaktivitäten wurden praxisnahe Strategien zur Klimaanpassung in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus diskutiert, entwickelt und im Rahmen von zwei Pilotprojekten umgesetzt. Angesichts zunehmender Trockenheit, Starkregenereignisse und Temperaturanstiege sollten Wege aufgezeigt werden, wie regionale Akteure diesen Herausforderungen wirksam begegnen können. Das Vorhaben wurde vom Klima-Bündnis e. V. in Kooperation mit dem Hochtaunuskreis durchgeführt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert.
Im Mittelpunkt des Projekts standen die Organisation von niedrigschwelligen Austausch- und Netzwerkveranstaltungen für relevante Akteurinnen und Akteure aus der Region sowie die Erprobung konkreter Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort. In thematischen Austauschforen wurden Bedarfe ermittelt, Lösungsansätze diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Auf dieser Grundlage entstanden zwei Pilotprojekte: die Errichtung eines forstlichen Pflanzgartens zur Förderung klimaresilienter Baumarten in Neu-Anspach und die Anlage von Kleingewässern als Wasserrückhaltungsmaßnahme im Kommunalwald Schmitten. Beide Projekte leisten einen Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Stabilität und dienen als übertragbare Beispiele für andere Kommunen. Ein zentrales Projektergebnis ist zudem die Online-Datenbank „Klimathek“, die als Austauschplattform für kommunale Best-Practice-Beispiele aus den Bereichen Klimaanpassung, Klimaschutz und Biodiversität dient und den interkommunalen Erfahrungsaustausch über das Projektende hinaus gewährleistet.
Projektinformationen
Zukunft Hochtaunuskreis
Projektförderungszeitraum: Dezember 2021 – März 2025
Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (Förderkennzeichen: 67DAS243A), Fördermaßnahme: Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
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Julian Thoss
T. +49 30 240 882 781
E. j.thoss@klimabuendnis.org