17. November 2026

„Wenn der Staat nicht zuhört, spricht das Volk“

17. November 2026, 18 – 20 Uhr, Berlin (DE)

Indigener Widerstand, Menschenrechte und Volkstribunale in Brasilien und deren Begleitung in neuen internationalen Allianzen

Was geschieht, wenn Menschen ihr Land verlieren, Pestizide ihre Lebensgrundlagen bedrohen und staatliche Institutionen ihre Rechte nicht ausreichend schützen? Im brasilianischen Bundesstaat Maranhão haben indigene Völker, traditionelle Gemeinschaften und Menschenrechtsorganisationen darauf eine ungewöhnliche Antwort gefunden: Volkstribunale. Sie sammeln Zeugenaussagen, dokumentieren Fälle von Gewalt, Landraub und Umweltzerstörung und schaffen eine Öffentlichkeit für Menschen, deren Stimmen in Justiz und Politik häufig kaum gehört werden.

 

Doch es geht um mehr als Brasilien. Weltweit geraten Menschenrechtsverteidiger*innen, indigene Organisationen und zivilgesellschaftliche Bewegungen unter Druck. Gleichzeitig gewinnen wirtschaftliche Interessen an Land, Rohstoffen und Agrarproduktion politischen Einfluss. Wie verteidigt man Demokratie und Menschenrechte, wenn staatliche Institutionen versagen? Im Rahmen dieser Veranstaltung sprechen drei Menschen, die solche Auseinandersetzungen miterlebt und begleitet haben.

 

Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) und Lateinamerika Forum Berlin e.V. (LAF) im Rahmen der Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“