02. Dezember 2025
Kommunale Instrumente für den dezentralen Ausbau von Wärmepumpen
02. Dezember 2025, 14:00 – 15:30 Uhr
Online
Region-N Online Workshop
Der Anteil von Wärmepumpen in Neugebäuden hat sich gegenüber 2014 in Deutschland mehr als verdoppelt. In 70 % der 2024 fertiggestellten Wohngebäude werden inzwischen Wärmepumpen genutzt. Nimmt man jedoch den Gebäudebestand hinzu, muss man feststellen, dass die Wärmewende ins Stocken geraten ist. Laut Zensus wurden 2022 lediglich 4,2% aller Gebäude (mit Wohnraum) durch Solar- oder Geothermie, Umwelt- oder Abluftwärme – d. h. in der Regel mit Wärmepumpen – beheizt. Insgesamt, d. h. im Neubau und Bestand, ging der Absatz von Wärmepumpen in 2024 um etwa 46 % gegenüber 2023 zurück. Erschwerend kommt hinzu, dass die Handwerkerkosten weiter steigen und viele Hausbesitzende lediglich eine GEG-Grundförderung von 30 % für ihre Wärmepumpen erhalten, sofern ihre Heizung weiter funktionsfähig und weniger als 20 Jahre alt ist. Darüber hinaus erweisen sich Netzeignungsgebiete aus der kommunalen Wärmeplanung nach einer Machbarkeitsstudie vielerorts als zu wenig wirtschaftlich und die Suche nach möglichen Betreiber*innen als schwierig.
Umso wichtiger ist es, dass Kommunen bereits während der Wärmeplanung Strategien entwickeln, um Bürger*innen bei der Umstellung auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu unterstützen. In diesem Region-N Workshop stellen wir gute Beispiele vor, wie Kommunen den Ausbau von dezentralen Einzelwärmepumpen fördern können. Außerdem geben wir Tipps zu kostenfreien Informationsangeboten, Tools und Beratungspaketen, die Kommunen bundesweit nutzen können, um ihre Bürger*innen für die Wärmewende zu motivieren.
Unsere Beispiele
Nachfragebündelung für Wärmepumpen
Florian Bonert, Geschäftsführer Shiftup GmbH
- Welche Ressourcen sind dafür erforderlich?
- Wie spricht man dafür Fachbetriebe / Installationsfirmen vor Ort an?
- Wie verhandelt man Verträge und Preisnachlässe?
- Wie können dazu Synergien zwischen Kommunen, zivilgesellschaftlichen Akteuren oder bestehenden Energiegemeinschaften genutzt werden?
Bürger*innenveranstaltung “Heizen ohne Wärmenetz”
Frederik Küting, Energieberater der Klimaschutzagentur Region Hannover & Svenja Puls, Klimaschutzmanagerin Wunstorf
- Für welche Quartiere eignet sich eine solche Veranstaltung?
- Wie organisiert, plant und finanziert man sie?
- Welche Expert*innen/ Akteur*innen lädt man dazu ein?
- Mit welchen Methoden und Argumenten holt man die Bürger*innen am besten ab und motiviert sie für einen Heizungstausch?
Sie haben Fragen? Wir sind gerne für Sie da.
Dr. Edgar Bazing
T. +49 69 717139-48
E. e.bazing@klimabuendnis.org