26 Mai 2026
Neue EPAH-Publikationen: Energiearmut gezielt und gerecht bekämpfen
Zwei neue Instrumente helfen Kommunen dabei, eine gerechtere und gezieltere Politik zur Bekämpfung der Energiearmut umzusetzen.
Zu wissen, wo Energiearmut am akutesten ist und wen sie am stärksten betrifft, ist der erste Schritt zu einer wirksamen Bekämpfung dieses Problems. Zwei neue Veröffentlichungen der EU-Beratungsstelle für Energiearmut (EPAH) bieten genau das: praktische Instrumente für integratives lokales Handeln und eine fundierte Methodik zur Ermittlung der am stärksten gefährdeten Regionen und Gemeinden in ganz Europa.
Umgang mit Vulnerabilität und Gerechtigkeit bei Maßnahmen gegen Energiearmut
Kommunalverwaltungen spielen eine Schlüsselrolle dabei, sicherzustellen, dass Maßnahmen gegen Energiearmut fair und inklusiv sind und den vielfältigen Bedürfnissen gerecht werden. Die neue EPAH-Leitlinie mit dem Titel „Umgang mit Vulnerabilität und Gerechtigkeit bei Maßnahmen gegen Energiearmut“ bietet praktische Unterstützung für die Einbeziehung von Vulnerabilitäts- und Gerechtigkeitsaspekten in lokale Maßnahmen durch einen menschenzentrierten Ansatz, der sich auf gelebte Erfahrungen und den ungleichen Zugang zu Energiedienstleistungen konzentriert. Die Publikation verdeutlicht, wie Energiearmut durch sich überschneidende Faktoren wie Gesundheit, Wohnverhältnisse, Einkommen, Alter, Behinderung, Geschlecht, Migrationshintergrund, soziale Isolation, Klima sowie Zugang zu Informationen und Unterstützung geprägt wird. Mithilfe praktischer Instrumente, Checklisten und Fallstudien hilft sie dabei, gefährdete Haushalte zu identifizieren, Zugangsbarrieren zu beseitigen und die Unterstützung für diejenigen zu priorisieren, die am stärksten von Ausgrenzung bedroht sind, und trägt so zu gerechteren und wirksameren lokalen Maßnahmen gegen Energiearmut bei.
Methodik zur Ermittlung von EU-Regionen mit erhöhter Anfälligkeit für extreme Energiearmut
Dieser EPAH-Bericht stellt eine Methodik zur Ermittlung der Regionen vor, die in Europa am stärksten von Energiearmut bedroht sind. Er kombiniert eine Top-down-Analyse regionaler Daten von Eurostat mit einer Bottom-up-Validierung durch nationale und lokale Expert*innen. Dieser Ansatz trägt dazu bei, Regionen mit hohem Risiko zu bestätigen und gleichzeitig weitere Gebiete sowie bestimmte Gemeinschaften wie Städte, Gemeinden und Stadtteile zu identifizieren.
Aufbauend auf dem EPAH-Antenna-Netzwerk vereint der Bericht Daten und Erkenntnisse aus der Praxis, um ein genaueres und differenzierteres Bild davon zu vermitteln, wo Energiearmut am akutesten ist.
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