COICA

Politische Unterstützung

Die COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) ist der 1984 in der peruanischen Hauptstadt Lima gegründete Dachverband der indigenen Organisationen des Amazonasbecken, der sich seitdem für die Rechte der indigenen Völker einsetzt.

Bereits seit der Gründung des Klima-Bündnis ist die COICA einer der wichtigste Kooperationspartner des Netzwerkes. Mit dem Ziel, indigene Völker bei Ihrem Kampf um rechtliche Anerkennung und dem Schutz ihrer Territorien zu unterstützen, arbeitet das Klima-Bündnis, vor allem auf politischer Ebene, eng mit der COICA und ihren Mitgliedsorganisationen zusammen. Das gemeinsame Ziel ist der Erhalt des globalen Klimas. Der Sitz der COICA im Vorstand des Klima-Bündnis trägt dazu bei, dass ihre Interessen gewahrt und in unserer Strategie repräsentiert werden.


Historischer Hintergrund

In den 1960er Jahren formiert sich indigener Widerstand gegen Diskriminierung und die Zerstörung ihres Lebensraums. In Föderationen, Indianerräten und Vereinigungen begannen indigene Völker sich zusammenzuschließen, um gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen. 1984 kamen fünf Vertreter nationaler Organisationen der Amazonasindianer aus Peru, Brasilien, Ecuador, Bolivien und Kolumbien in Lima zusammen, mit dem Ziel sich gegenseitig im Kampf um die Anerkennung indigener Landrechte und das Überleben der eigenen Kultur zu unterstützen. Dort diskutierten sie über politische Maßnahmen, die Menschenrechtssituation indigener Völker und die schwerwiegenden Probleme der Übereignung von indigenen Ländereien an agro-industrielle Unternehmen, Holzfirmen, Erdöl- und Bergebaugesellschaften. Als konkrete Maßnahme der Selbstorganisation der indigenen Völker Amazoniens, entschieden sie sich, die COICA ins Leben zu rufen.

Seit 1992 gehören der COICA die jeweiligen Nationalorganisationen der indigenen Völker aus Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Venezuela, Surinam, Französisch Guyana und Guyana an. Der Dachverband artikuliert auf regionaler und internationaler Ebene die Forderungen der indigenen Organisationen und koordiniert deren politische Arbeit. Nach ihrem Selbstverständnis ist die COICA die internationale Koordinierungsinstanz für ihre Mitgliedsorganisationen, deren Tätigkeit allen indigenen Völkern Amazoniens zu Gute kommen soll.