Digital Days Programm

Hier finden Sie einen allgemeinen Überblick über die Sitzungen und die Beiträge der Klima-Bündnis Digital Days vom 6. bis 9. Oktober 2020.

6. Oktober: Workshops

Stadt-Land-Partnerschaften – der Schlüssel zur Energiewende
6. Oktober, 13:00 bis 14:30

Ein grüneres Europa bedeutet für Kommunen, den Anteil erneuerbarer Energien (EE) in ihrem Produktions- und Verbrauchsmix zu erhöhen. Dieser Workshop befasste sich damit, wie sich lokale und regionale Akteur*innen zusammenschließen können, um EE-Partnerschaften aufzubauen. So werden Städte darin unterstützt, ihre Nachfrage nach EE aus einer zuverlässigen, regionalen Versorgung abzudecken, und gleichzeitig wird die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des ländlichen Raums gestärkt.

Beiträge:

Organisiert vom Klima-Bündnis-Projektteam RegEnergy.

Lokale Aktionen vs. globale Krisen – Wie Städte handeln können
6. Oktober, 15:00 bis 16:30

Die gegenwärtigen Krisen erfordern mutige Antworten, die soziale, ökologische und demokratische Herausforderungen angehen. Handel, der Profit vor Menschenrechte und Umwelt stellt, kann nicht Teil der Lösung sein. Dennoch wird EU-MERCOSUR-Abkommen, ein Affront gegen die Ziele des Klima-Bündnis, noch immer diskutiert. Dieser Workshop zeigte auf, was Kommunen tun können, um negative soziale und ökologische Auswirkungen zu bekämpfen.

Beiträge:

Weitere Informationen (auf Englisch, PDF)

Organisiert vom Klima-Bündnis-Kampagnenteam Change the Power – (Em)Power to Change.

Von Daten zu Informationen – Wie Daten kommunale Klimapolitik unterstützen können
6. Oktober, 15:00 bis 16:30

Die digitale Gesellschaft erzeugt eine Fülle von Daten, von denen viele auf lokaler Ebene verfügbar und für Gemeinden nützlich sind. Dieser Workshop diskutierte die Frage, wie diese Daten für die Entwicklung und Kommunikation der lokalen Klimapolitik genutzt werden können, um sie in nützliche Informationen umzuwandeln. Es wurden Beispiele, wie das Movebis Projekt, das intelligente mobile Daten für die kommunale Verkehrsplanung nutzt, vorgestellt.

Beiträge:

Weitere Informationen (auf Englisch, PDF)

7. Oktober: Diskussion und Workshops

Bewältigung der Doppelkrise – COVID-19 und der Klimawandel  
7. Oktober, 09:30 bis 11:30

Die Covid-19-Krise hat strukturelle Schwächen und grundlegende Probleme in unseren Gesellschaften offenbart. Gleichzeitig hat sie aber auch Einfallsreichtum, die Bereitschaft zu bisher undenkbaren Entscheidungen, Solidarität und die Fähigkeit zur Bewältigung von Problemen bei Regierungen und Menschen überall gezeigt. Ziel dieser Diskussion war es, zu erörtern, was wir in den vergangenen Monaten gelernt haben und wie wir diese Lektionen weiterführen können, um sowohl die Covid-19- als auch die Klimakrise direkt anzugehen.

Beiträge:

Weitere Informationen (auf Englisch, PDF)

Finanzierungslösungen für nachhaltige Klimainvestitionen
7. Oktober, 13:00 bis 14:30

Die Corona-Krise erschwert den lokalen Klimaschutz und die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen enorm. Gerade jetzt müssen jedoch Finanzierungslösungen gefunden werden, um dem zusätzlichen Druck, der durch den Klimawandel verursacht wird, entgegenzuwirken. Nur so können Kommunen ihre Widerstandsfähigkeit bewahren oder stärken. Im Rahmen des Workshops wurden positive Beispiele für Finanzierungslösungen aus ganz Europa vorgestellt.

Beiträge:

  • Tatjana Veith, Klima-Bündnis, & Luigi Acquaviva, San Giuseppe Vesuviano (IT), EUCF | Zur Präsentation (auf Englisch, PDF)
  • Luc Wittebolle, SuMa Consulting (NL) | Zur Präsentation (auf Englisch, PDF)
  • Torben Esbensen, Project Zero Sonderborg (DK) | Zur Präsentation (auf Englisch, PDF)

Weitere Informationen (auf Englisch, PDF)

Organisiert von der Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe Finanzierung und den Klima-Bündnis-Projektteams FALCO und EUCF.

Von der Krise lernen – Ein integrierter Ansatz zum Umgang mit Krisen und dem Klimawandel         
7. Oktober, 13:00 bis 14:30

Die COVID-Krise verdeutlicht erneut die zentrale Rolle von Kommunen beim proaktiven Schutz ihrer Bürger*innen vor Gefahren und Belastungen. In den vergangenen Monaten haben Kommunalverwaltungen bewiesen, dass sie auf neue Situationen reagieren und ihr Bürger*innen somit unterstützen können. Dieser Workshop befasste sich mit den Lehren, die kommunale Verwaltungen aus den Erfahrungen der vergangenen Monate ziehen können. Wie können diese auf die Arbeit zur Klimawandelanpassung und die parallele Bewältigung mehrere Krisen übertragen werden?

Beiträge:

Weitere Informationen (auf Englisch, PDF)

Organisiert von der Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe Klimawandelanpassung

Nachhalte Gebäudesanierung und die EU Renovation Wave
7. Oktober, 15:00 bis 16:30

Dieser Workshop präsentierte innovative Erkenntnisse und Maßnahmen für lokale Gebäuderenovierung, durch die Kommunen einen direkten Beitrag zur EU Renovation Wave leisten können. Es wurden zwei Instrumente vorgestellt, die es den Kommunen ermöglichen, direkte Maßnahmen in Bezug auf ihren lokalen Gebäudebestand zu ergreifen: (i) die Einrichtung lokaler Anlaufstellen (“One-Stop-Shops”), welche Angebots- und Nachfrageseite der Gebäuderenovierung zusammenzubringen, und (ii) ein Monitoring-Instrument, um den Fortschritt lokaler Gebäuderenovierung zu dokumentieren und durch die Ergebnisse effektiv politische Entscheidungen zu unterstützen.

Weitere Informationen (auf Englisch, PDF)

Organisiert von den Klima-Bündnis-Projektteams Padova Fit Expanded und Build Upon2.

Energiespeicherung in historischen urbanen Gebäuden
7. Oktober, 15:00 bis 16:30

Welches Potenzial bieten Energiespeichersysteme in Gebäuden oder Stadtvierteln und wie können Energieeffizienzmaßnahmen in denkmalgeschützten Gebäuden von historischem Wert umgesetzt werden? Am Beispiel der Basilika in Weizberg, Österreich, und mit Hilfe eines speziellen Online-Tools wurden die Chancen und Herausforderungen von Energiespeicherung in historischen Gebäuden diskutiert.

Organisiert vom Klima-Bündnis-Projektteam Store4HUC.

8. Oktober: Diskussion und Feier

30 Jahre Klima-Bündnis – Unser Netzwerk und die Zukunft
8. Oktober, 09:30 bis 11:30

Eine klare und ambitionierte Zielsetzung ist ein wichtiges Element für einen effektiven Klimaschutz. Seit der Gründung des Klima-Bündnis vor 30 Jahren sind CO2-Reduktionsziele in vielen Bereichen der Gesellschaft selbstverständlich geworden. Doch solche Ziele sind nur ein Ausgangspunkt. In dieser Veranstaltung wurde auf Grundlage des Net-Zero Diskussionpapiers von 2019 die Rolle von Zielen für den kommunalen Klimaschutz diskutiert. Wie gehen unsere Mitglieder mit den unterschiedlichen Zielsetzungen um und übertragen diese in konkrete Maßnahmen? Welche Rolle sollte unser Netzwerk in der Zukunft spielen?

Beiträge:

30 Jahre lokaler Klimaschutz – ein Toast auf das Klima-Bündnis
8. Oktober, 12:00 bis 13:30

2020 ist ein ungewöhnliches aber auch entscheidendes Jahr – im Klimaschutz sowie in der Geschichte des Klima-Bündnis. Das Jahr ist ein Anlass, die Reise des Klima-Bündnis Revue passieren zu lassen. In dieser Feier wurden Eindrücke von den Anfängen des Klima-Bündnis geteilt, aber auch nach vorne geblickt. Nach etwa der Hälfte der Zeit wurde in großer Runde gemeinsam mit Mitgliedern und Freund*innen auf 30 Jahre Klima-Bündnis angestoßen! Anschließend gab es die Möglichkeit für einen lockeren Austausch unter den Teilnehmer*innen.

Beiträge:

9. Oktober: Diskussion und Workshops

Grüner Wiederaufbau mit dem EU Green Deal  
9. Oktober, 09:30 bis 11:30

Die EU mag ihren neuen Green Deal zwar vor der Corona-Krise präsentiert haben, doch seine Funktion muss jetzt darin bestehen, Kommunen noch besser als vor der Pandemie gegen den anhaltenden Klimanotstand zu wappnen. Wird die EU den Wiederaufbau darauf ausrichten, ein besseres und grüneres Europa zu gestalten? Oder wird sie diese Gelegenheit verpassen, indem sie an überholten “business-as-usual” Modellen festhält? Wie kann der Green Deal der EU die Energie- und Klimawende, die lokal bereits in vollem Gang ist, unterstützen? Im Rahmen dieser Veranstaltung analysierten wir, welche Möglichkeiten für die dringend erforderlichen Systemveränderungen derzeit existieren und was die EU daraus macht.

Städtepartnerschaften zur Förderung des lokalen Klimaschutzes
9. Oktober, 13:00 bis 14:30   

Städtepartnerschaften im Bereich des Klimaschutzes bringen neue Impulse, binden neue Akteur*innen ein und helfen bei der Umsetzung von Projekten. Sie wirken sowohl auf politischer als auch auf administrativer Ebene und bieten zudem zivilgesellschaftliche Anknüpfungspunkte. Nach einer Einführung über die Bedeutung von Städtepartnerschaften für den Klimaschutz und das Klima-Bündnis zeigte der Workshop, wie französische und deutsche Kommunen diese Möglichkeiten im Rahmen des TANDEM-Projekts genutzt haben. Zudem wurde in einem Exkurs über die bestehende Städtepartnerschaft Karlsruhe-Kampala berichtet. Es wurden auch Tipps gegeben, wie Kommunen ihre Städtepartnerschaften mit Hilfe der thematischen Zusammenarbeit neu beleben oder intensivieren können.

Weitere Informationen (PDF)

Organisiert vom Klima-Bündnis-Projektteam TANDEM.

CO2-Preismodell für die kommunale Ebene
9. Oktober, 13:00 bis 14:30   

Ein wirksamer CO2-Preis wird oft als ""der Heilige Gral"" der Klimapolitik betrachtet. Die sozialen und ökologischen Kosten der von uns genutzten Energie und Produkte so einzukalkulieren, dass diese Kosten in die kommunale Planung, Kosten-Nutzen-Analysen und öffentliche Beschaffung einbezogen werden, würde unsere Welt dramatisch verändern. Viele niederländische Kommunen nutzen bereits einen kommunalen CO2-Preis. In diesem Workshop wurden auf Grundlage dieser Erfahrungen über die Entwicklung eines EU-Kohlenstoffpreismodells für Kommunen diskutiert.

Beiträge:

Weitere Informationen (auf Englisch, PDF)

Organisiert von der Klima-Bündnis-Arbeitsgruppe CO2-Monitoring