PROTECT

Beschaffung innovativer Klimaschutzdienstleistungen

Das neue EU-Projekt PROTECT zielt darauf ab, die Leistung des Marktes für Klimaschutzdienstleistungen zu steigern und dringende Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, zur Eindämmung der Klimakrise und zur Stärkung der Resilienz zu unterstützen. Das Projekt wird es öffentlichen und privaten Körperschaften ermöglichen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in den Bereichen Klimaschutz, Erdbeobachtungsdaten und Innovationsbeschaffung zu erweitern. Insbesondere Kommunalverwaltungen sollen so zu einem proaktiven und innovativen Governance-Modell übergehen können, das modernste Ansätze der öffentlichen Beschaffung nutzt, um das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Klimawirkung zu verbessern. Zudem soll der  Zugang für KMUs in ganz Europa zu den Märkten für Klimaschutzdienstleistungen erleichtert und Lösungen entwickelt werden, die den spezifischen und systemischen Anforderungen der öffentlichen Nachfrage am besten entsprechen. Der anfängliche Schwerpunkt liegt auf fünf umfassenden Anwendungsbereichen: Versorgungsunternehmen, grüne Kommunen, Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie, Landnutzung und Meeresumwelt, zivile Sicherheit und Schutz.

Im Rahmen des Projekts werden Lösungen und Technologien, die Erdbeobachtungsdaten, insbesondere weltraumgestützte Daten, nutzen, ermittelt und bewertet. Das Projektteam wird mit einer Gruppe von Praktiker*innen in Kontakt treten, um ihre Bedürfnisse und funktionale Anforderungen für Klimaschutzdienstleistungen zu definieren, mit dem Ziel, einen "Kauf mit Wirkung" zu erklären, zu fördern und zu unterstützen und ihnen bei der Einhaltung von Klimavorschriften zu helfen. Eine klarere, weniger fragmentierte öffentliche Nachfrage soll dann die Forschung und Entwicklung für zukünftige Maßnahmen unterstützen. PROTECT wird somit die operative Grundlage für einen oder mehrere vorkommerzielle Beschaffungsprozesse (PCP) sein und Sofortmaßnahmen festlegen, um damit die öffentliche Beschaffung innovativer Lösungen zu fördern. Auf politischer Ebene wird das Projekt Entscheidungsträger*innen in den Bereichen Beschaffung, Klima, Technologieentwicklung und Politik auf EU-, nationaler, regionaler und lokaler Ebene praktische Empfehlungen und Leitlinien an die Hand geben, um eine wesentlich stärkere Nutzung von Innovationsbeschaffung für den Klimaschutz zu ermöglichen.

Das Klima-Bündnis ist Teil des Projektkonsortiums und hierbei für die Kommunikation und Verbreitung der Ergebnisse sowie die Einbeziehung der lokalen Bedürfnisse zuständig.

Projektförderungszeitraum: Juni 2022 – Mai 2024
durch HORIZON unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101060592

Sie wollen mehr erfahren? Kontaktieren Sie Andreas Kress unter a.kress(at)klimabuendnis.org.

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