Globale Partnerschaften

Brücken zwischen Europa und Amazonien

Klimagerechtigkeit fordert nachhaltige, lokale Lösungen, die zu einem guten Leben für alle Menschen weltweit beitragen. Gleichzeitig bedeutet Klimagerechtigkeit gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – Fairness und Nachhaltigkeit statt Ungerechtigkeit und Raubbau. Basierend auf dem Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung müssen wir globale Beziehungen und gegenseitige Abhängigkeiten anerkennen. Dabei müssen wir unsere Anstrengungen auf Verteilungsgerechtigkeit und Erneuerung ausrichten. Eine nachhaltige Transformation muss auf Kooperation und enger Zusammenarbeit aller Akteur*innen basieren.

Das Klima-Bündnis fördert globale Partnerschaften als ein Weg, sich dieser Verantwortung zu stellen. Sie sind für Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis eine wertvolle Möglichkeit, den direkten Austausch mit indigenen Gemeinden direkt zu fördern. Solche Partnerschaften bieten Einsichten in globale Herausforderungen, denen indigene Völker gegenüber stehen und sensibilisieren das Bewusstsein für andere Realitäten. Dabei profitieren beide Seiten von gegenseitigem Lernen und werden zum Handeln motiviert.

 

 

Ausgewählte Partnerschaften

Landeshauptstadt München (DE) – Volk der Asháninka (Peru)

Durch ihre regelmäßigen Besuche leisten Vertreter*innen der Asháninka einen wichtigen Beitrag zur lokalen Bildungsarbeit in der Stadt München. Dabei machen sie u. a. auf die Auswirkungen des Klimawandels und des Rohstoffabbaus auf ihr Leben aufmerksam. Gleichzeitig fördert die Stadt München die Asháninka durch Öffentlichkeitsarbeit und trägt mit zahlreichen kleinen Projekten zur Stärkung ihrer territorialen und kulturellen Rechte bei. Erfahren Sie mehr.

Stadt Köln (DE) – FECONAU / Gemeinde Yarinacocha (Peru)

Die Partnerschaft der Stadt Köln mit der Gemeinde Yarinacocha und dem Verband der indigenen Gemeinden des Ucayali (FECONAU) besteht seit 2017. Sie soll Gemeinden der Shipibo-Conibo stärken und sie in ihrem Kampf gegen die Ausweitung von Palmölplantagen auf ihrem Territorium unterstützen. Denn trotz der rechtlichen Anerkennung ihrer Gebiete, behält sich der Staat ein Verfügungsrecht vor und vergibt Lizenzen für den Anbau von Monokulturen. Erfahren Sie mehr.

Klimabündnis Österreich – FOIRN (Brasilien)

Das Klimabündnis Österreich unterhält seit den 1990er Jahren eine Partnerschaft mit dem Dachverband der indigenen Organisationen am Rio Negro, zu dessen großen Erfolgen die staatliche Anerkennung von 122.000 km² Regenwald als indigenes Territorium zählt. Gemeinsame Ziele der Partnerschaft sind neben der Landsicherungen und dem Ressourcenschutz auch die Förderung von Demokratie und Menschenrechten sowie politische Mitbestimmung. Erfahren Sie mehr.

Klima-Bündnis Lëtzebuerg / Action Solidarité Tiers Monde (ASTM)

In Luxemburg wählen die Klima-Bündnis-Gemeinden aus Projektvorschlägen der ASTM Projekte in Lateinamerika, Afrika oder Asien aus, die sie fördern wollen. Anknüpfend an diese Projekte, baut ASTM die Bildungsarbeit in der jeweiligen Gemeinde auf, leistet wichtige politische Arbeit und deckt weitreichende Verbindungen zwischen Luxemburg und dem Globalem Süden auf. ASTM ist Teil der nationalen Koordinationsstelle des Klima-Bündnis Lëtzebuerg. Erfahren Sie mehr.

Klima-Bündnis - Lokale Projekte im Amazonasgebiet

Neben der politschen und instutionellen Unterstützung der COICA, fördert das Klima-Bündnis auch kleinere Projekte und Initiativen indigener Gemeinden wie auch lokaler und regionaler Organisationen im Amazonasgebiet. Diese Unterstützung reicht von Zuschüssen zur Unterstützung des Gemeindetourismus, über die Bereitstellung der nicht zu unterschätzenden Reisekosten für indigene Vertreter*innen zur Teilnahme an strategischen Treffen oder die Finanzierung von Workshops und Seminaren. Schon mit relativ geringen Mitteln können die Rechte indigenen Völker gestärkt werden. Auch ihre Kommune kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Hansestadt Rostock (DE) – Volk der Harakmbut (Peru)

2014 unterstützte die Hansestadt Rostock das Projekt „Schutz der natürlichen Ressourcen im Schutzgebiet Amarakaeri“ und verknüpfte somit die lokalen Klimaschutzmaßnahmen mit den Bemühungen zum Schutz der Regenwälder. Neben dem Aspekt des Klimaschutzes zielte das Projekt darauf, das Schutzgebiet Amarakaeri zu erhalten und die dort lebenden indigenen Völker einzubeziehen.


 

Fotos: München & Asháninka - Climate Alliance Hungary; Klimabündnis Österreich & FOIRN - Klimabündnis Österreich; Klima-Bündnis Lëtzebuerg / ASTM - ASTM