Rechtshilfefonds

Für die Sicherung grundlegender Rechte – Zugang zu Rechtshilfe

Angriffe auf indigene Gemeinden, illegale Abholzungen, Bergbau oder auch die Förderung von Erdöl und -gas auf indigenen Territorien – solche Ereignisse sind im Amazonasgebiet leider oft Alltag. Diese Übergriffe zerstören die Lebensgrundlage der dort lebenden Menschen und tragen gleichzeitig zum Klimawandel bei. Die Erlangung kollektiver Eigentumsrechte auf ihr traditionell genutztes Land ist ein fundamentales Anliegen unserer indigener Partner. Ein rechtlich garantiertes Territorium bildet die Grundlage für ihre Existenz. Auf dieser Basis können sie ihre Formen der Regenwaldnutzung weiterführen, die mittlerweile in ihrer Nachhaltigkeit anerkannt sind. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in den tropischen Regenwäldern und verhindern gleichzeitig zusätzliche CO2-Emissionen durch Abholzung oder Brandrodung für extensive Viehzucht oder Sojaanbau.

Für viele indigene Völker ist es oftmals sehr schwierig Rechtsbeistand zu finden, um Übergriffe einzudämmen und eine Missachtung ihrer Rechte vor Gericht zu bringen. Der Fonds finanziert deshalb Anwalts- und Verfahrenskosten. So wurde bereits der Freispruch mehrerer indigener Vertreter*innen erreicht, die von Bergbauunternehmen verklagt wurden. In vielen Auseinandersetzungen geht es um das Eindringen von Erdölfirmen in indigene Gebiete. Es werden aber auch Treffen finanziert, um indigene Gemeinden über ihre Rechte zu informieren.

Der Stellenwert eines Rechtshilfefonds wird deutlich, wenn man bedenkt, wie dringend eine meist punktuelle Unterstützung benötigt wird. Um auf viele dringende Anfragen unmittelbar reagieren zu können, ist die Ausweitung des Rechtshilfefonds von enormer Bedeutung.

 

Wollen Sie mehr erfahren? Kontaktieren Thomas Brose unter t.brose(at)klimabuendnis.org

Projektzeitraum: Seit 1996

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