Über das Klima-Bündnis

Ein ganzheitlicher Ansatz

Im Klima-Bündnis arbeiten 1.700 Mitgliedskommunen in 26 europäischen Staaten, Bundesländer, Provinzen, NGOs und andere Organisationen gemeinsam aktiv daran den Klimawandel zu bekämpfen. Das Klima-Bündnis ist das größte europäische Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz verschrieben hat. Unsere Mitglieder von der kleinen ländlichen Gemeinde bis hin zu Millionenstädten verstehen den Klimawandel als eine globale Herausforderung, die lokale Lösungen erfordert.

Diese Tatsache wird veranschaulicht durch die lange Tradition des Klima-Bündnis, Klimaschutz sowohl in europäischen Kommunen als auch bei indigenen Völkern des Amazonasbeckens zu fordern, wo lokale Völker seit Jahrtausenden  nachhaltige Forstwirtschaft betreiben.  Mit dem besonderen Wissen über ihre Umwelt und der Realität vor Ort sind sie – ähnlich lokaler Regierungen auf der ganzen Welt – in der besten Position Klimaschutz innerhalb ihrer Gebiete in die Praxis umzusetzen. Europäische Kommunen betreiben Klimaschutz mit erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparungen. Für indigene Gemeinden steht der Schutz ihrer Wälder und ihrer territorialen Rechte im Vordergrund. Wir vom Klima-Bündnis verbinden daher den Schwerpunkt ehrgeiziger kommunaler Maßnahmen in Europa mit der Unterstützung  indigener Völker, für die der Regenwald  Heimat bedeutet.


Konkrete Ziele

Reden ist gut, konkrete Handlungen sind besser. Zusätzlich zur Verpflichtung für Klimagerechtigkeit in Partnerschaft mit indigenen Völkern muss jede Stadt, jede Gemeinde und jeder Landkreis mit dem Beitritt zum Klima-Bündnis, einen Beschluss im kommunalen Parlament mit der Verpflichtung, die CO2-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren, verabschieden. Das entspricht der Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen bis 2030 gegenüber dem Stand von 1990 – weitaus ehrgeiziger als jegliches Ziel, das bis jetzt auf nationaler oder europäischer Ebene gesetzt wurde. Außerdem verpflichten, sich die Mitgliedsstädte und -gemeinden auf die Nutzung von Tropenholz zu verzichten, bei ihren öffentlichen Ausschreibungen Tropenholz möglichst auszuschließen und ansonsten auf FSC-zertifizierte Hölzer zu setzen. Diese konkreten Ziele zeichnen das Klima-Bündnis als Netzwerk aus.


Das Entstehen einer Bewegung

Klima-Bündnis wurde 1990 gegründet, als sich eine Gruppe von 33 Institutionen bestehend aus zwölf Kommunen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie sechs indigene Organisationen des Amazonasbeckens in Frankfurt trafen, motiviert Maßnahmen gegen den stattfindenden Klimawandel zu ergreifen. Unser Netzwerk ist stark in der deutschsprachigen Raum verwurzelt, seine Ziele erweckten jedoch bereits seit Beginn das Interesse von Kommunen in ganz Europa. Das Bündnis kann inzwischen Vertreter aus beinahe allen EU-Staaten vorweisen. Inzwischen existieren Nationale Koordinationsstellen in sechs Ländern, um die Klima-Bündnis-Mitglieder zu unterstützen.

Nationale Koordinationsstellen unterstützen die Mitglieder in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Luxemburg und Ungarn. Die nationale Koordination für Kommunen in Deutschland ist gemeinsam mit der Europäischen Geschäftsstelle des Klima-Bündnis in Frankfurt am Main angesiedelt.