28. Internationale Jahreskonferenz des Klima-Bündnis

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Veranstaltungsort: Universität Rostock Hauptgebäude, Universitätsplatz 1, 18055 Rostock

Simultanübersetzung in Englisch und Spanisch für alle Sitzungen vorhanden, sofern nicht anders angegeben.

25. September | 26. September | 27. September

Mittwoch, 25. September

14:00 – 17:00 Treffen der Klima-Bündnis-Arbeitsgruppen

18:15 19:00 Geführte Anreise mit der Tram, Transport zum Veranstaltungsort des Empfangs

19:00 Empfang im Polarium des Rostocker Zoos

25. September | 26. September | 27. September

Donnerstag, 26. September

Moderation: Marcus Andreas

 

08:00 – 9:00 Registrierung

09:00 – 9:30 Eröffnung

Claus Ruhe Madsen – Bürgermeister der Stadt Rostock
Andreas Wolter – Vorsitzender des Klima-Bündnis & Bürgermeister der Stadt Köln
Robinson Lopéz Descanse – Stellvertretender Vorsitzender des Klima-Bündnis & COICA Koordinator für Klimawandel und Biodiversität

09:30 – 10:00 Keynote von Andreas Huber, Geschäftsführer Deutsche Gesellschaft Club of Rome

10:00 – 12:30 Der Klimanotstand – von Worten zu Taten
Am 28. November 2018 stellte die EU-Kommission ihre strategische Langzeitvision für eine klimaneutrale Wirtschaft bis zum Jahr 2050 vor. Während auf nationaler Ebene die Regierungen dazu angehalten sind, Aktionspläne zu erstellen, werden auf lokaler Ebene bereits viele Maßnahmen durch die Kommunen umgesetzt werden.  

Sirpa Hertell Mitglied der Kommission für Umwelt, Klimawandel und Energie, Europäischer Ausschuss der Regionen & Stadträtin der Stadt Espoo
Tine Heyse Vorsitzende des Klima-Bündnis & Stadträtin für Umwelt, Klima, Energie und Nord-Süd der Stadt Gent
John Tanner Vorstandsmitglied des Klima-Bündnis & Stadtrat der Stadt Oxford
Michael Ziegler – Berater "Climate Policy Meets Urban Development", G430 Cities, Abteilung Global Policy, Governance, Cities, GIZ

  • Auftakt – Podiumsdiskussion
    In dieser Session wurde der aktuelle Stand der Klimastrategien und -maßnahmen vorgestellt. Vertreter*innen verschiedener Regierungsebenen tauschten ihre Sichtweisen aus und diskutierten über die Rolle der subnationalen Regierungen bei der Gestaltung der wichtigsten klimapolitischen Fragen.

11:00 11:30 Kaffeepause

  • Interaktive Klima-Policy Sessions
    Ergänzend zu den zuvor im Plenum gewonnenen Erkenntnissen wurde den Teilnehmenden in interaktiven Sessions die Möglichkeit gegeben, sich vertiefend mit einem der Themen zu befassen, die für die Klimapolitik von großer Bedeutung sind. Die Antriebsprinzipien des Klima-Bündnis sowie die transformative Kraft der Städtenetzwerke und ihre Fähigkeit, politische Ebenen zu verbinden, wurden hierbei immer wieder thematisiert.

  • Wrap-Up: Podiumsdikussion mit Experten
    Die Eindrücke und Ideen des Vormittags wurden in einer abschließenden Podiumsdiskussion aufgegriffen. Die eingeladenen Expert*innen wurden aufgefordert, über die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse nachzudenken und einen Blick auf die nächsten Schritte zu werfen.

12:30 – 14:00 Mittagessen und Netzwerken

14:00 – ca. 17:15 Mitgliederversammlung des Klima-Bündnis

17:00 – 18:00 Öffentliche Klima-Impulsrede (DE, öffentlich zugänglich), Rathaus

18:15 Geführte Bustour nach Warnemünde

19:30 Abendessen am Meer, Kurhaus Warnemünde

25. September | 26. September | 27. September

Freitag, 27. September

Moderation: Marcus Andreas


08:00 – 09:00 Registrierung

09:00 – 09:30 Gemeinsamer Einstieg und Resümee

José Francisco Cali Tzay – Botschafter von Guatemala in Deutschland

09:30 – 11:00 Parallele Workshops

  1. Gemeinsame Ansätze für die Verkehrswende (EN | DE)
    Angesichts steigender Emissionen und der Forderung die Aufteilung des öffentlichen Raums neu zu überdenken, ist die Verkehrswende zu einem dringlichen Thema auf der kommunalen Agenda geworden. Welche Ansätze funktionieren in Großstädten am besten und welche sind für Kleinstädte geeignet? Wie ermutigen wir die Menschen, sich für nachhaltigere Verkehrsoptionen zu entscheiden? Best-Practice-Lösungen, von niedrigschwelligen Kampagnen bis hin zu großen Planungsinnovationen wurden in diesem Workshop diskutiert.

    Gerhard Ainz
    SaMBA Pilotmanager, Stadt Salzburg
    Shravan Shinde
    – Münchener Verkehrsgesellschaft
    Dr. Klemens Muthmann 
    – Cyface GmbH, ehm. TU Dresden

  2. Kollaborative Maßnahmen für Klimagerechtigkeit
    Kommunen in ganz Europa haben sich auf Klimapartnerschaften eingelassen und unterstützen lokale Initiativen zur Klimagerechtigkeit. Auch die indigenen Gemeinschaften auf der anderen Seite der Welt leisten ihren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels. Ob Gemeinden in Europa oder indigene Gebiete in Amazonien, wir brauchen sowohl die regionale als auch die lokale Ebene, um die Ziele der Agenda 2030 und des Pariser Abkommens zu erreichen. Unterstützungstools für die je einzelnen Städte und Strategien zur Aufrechterhaltung ihrer Aktivitäten zur Förderung der Klimagerechtigkeit wurden erarbeitet.

    Sébastian Douche – Nachhaltige Entwicklung, Metropolregion Metz
    Katharina Reinholz – Klimaschutzmanagerin, Stadt Worms
    Robinson López Descanse – Stellvertretender Vorsitzender des Klima-Bündnis & COICA Koordinator für Klimawandel und Biodiversität

  3. Nachbarschaften neu denken – von Gebäuden über Energie zu Transport (EN | DE)
    Klimaschutz auf Quartiersebene wird zu einem beliebten Ansatz der kommunalen Klimapolitik, aber Kommunen sind sich oft nicht sicher, wie sie solche Quartierskonzepte entwickeln und umsetzen sollen. Empfehlungen des Klima-Bündnis zu Klimaquartierskonzepten wurden besprochen. Dabei dienten Best Practice-Beispielen aus den Bereichen Gebäude, Energie und Verkehr als Inspiration.

    Cynthia Echave
    – Technische Direktorin, Stadtagentur Barcelona
    Ulrike Marx
    – Leitung der Abteilung Klimaschutz und -Anpassung, Stadt Mulheim an der Ruhr

  4. Bürger- und Gemeinschaftsbeteiligung zur Anpassung an den Klimawandel (EN | DE)
    Die Frage, wie die Öffentlichkeit am besten in die Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel einbezogen werden kann, ist für viele lokale Behörden eine zentrale Herausforderung. Aktives Engagement geht über die bloße Bewusstseinsbildung hinaus, es beinhaltet die Beratung der Bürger*innen durch partizipative Prozesse und die Förderung und die Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen. Kreative Methoden und Werkzeuge zur Erreichung dieser Ziele standen im Fokus und es wurde u.a. diskutiert, wie schwer zugängliche Zielgruppen am besten erreicht werden können.

    Angelika Gunkel
    – Stabstelle Nachhaltige Strategien, Stadt Hanau
    Philip Thompson – Hochwasserrisikomanager, Stadtrat der Leicester
    Martin Ander – Umweltpartnerschaften & ehemaliger Bürgermeister der Stadt Brno

11:00 – 11:30 Kaffeepause

11:30 12:30 Geführte Themenreisen
In diesen interaktiven Sessions wurde die Möglichkeit geboten, sich in zwei kleinen Runden zu einem Thema direkt auszutauschen. Jede Session führte an zwei Standorte, an denen spezifische Fragen zu einem der Schwerpunktthemen diskutiert wurden. Geführt wurden die Teilnehmenden von erfahrenen „Reiseleitungen“, die zuerst in das Thema einführten und während dem Trip begleitend zur Seite standen.

  1. Lokale Verkehrswende (EN | DE)
    Mit steigenden Emissionen und der Notwendigkeit, den öffentlichen Raum neu zuzuordnen, ist die Verkehrswende zu einem dringenden Thema auf der kommunalen Agenda geworden. Angeregt durch einen Rundgang durch die bereits umgesetzten oder geplanten kleinen und großen Maßnahmen konnten sich die Teilnehmenden mit Gleichgesinnten austauschen.

    Claudia Kruse
    – Mobilitätsmanagement, Stadt Rostock
    Julian Müller
    – Mobilitätsmanagement, Stadt Rostock
    Alexander Stark
    – Stadt München
    Sébastian Douche
    – Nachhaltige Entwicklung, Metropolregion Metz

  2. Kooperationen für die Klimagerechtigkeit
    Partnerschaften mit Gemeinschaften des globalen Südens bringen neue Perspektiven und neue Ideen mit sich und unterstützen gleichzeitig die globale Klimapolitik. Es wurde darüber diskutiert, wie solche Partnerschaften belebt werden können. Die Diskussion wurde durch einen Vortrag von indigenen Partnern über Menschenrechte, Waldschutz, aktuelle (politische) Entwicklungen und lokale Energiestrategien komplettiert.

    Zoltan Hajdu – EcoFocus Center, Rumänien
    Karácsony Károly – Bürgermeister der Stadt Galesti
    Adolfo Chavez – COICA Koordinator für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit
    Robinson López Descanse – Stellvertretender Vorsitzender des Klima-Bündnis & COICA Koordinator für Klimawandel und Biodiversität

  3. Bottom-Up Ansätze – von Gebäuden zu Energiegemeinschaften (EN)
    Mehr als 40 % des gesamten Primärenergieverbrauchs in der EU entfallen auf Gebäude. Eine höhere Energieeffizienz von Gebäuden ist daher ebenso entscheidend wie eine nachhaltige Energieerzeugung. Als inspirierende Beispiele für Klimaschutzmaßnahmen von unten nach oben gründen engagierte Bürger*innen Energiegemeinschaften und gewinnen somit die Kontrolle über ihre Energie zurück. Es konnten faszinierenden Beispielen und Ansätzen festgehalten werden.

    Andrea Dornhöfer
    – Energieagentur, Stadt Weiz
    Brice Mertz
    – fesa e.V.

12:30 – 13:00 Ergebnisse und Zukunftsausblick

13:00 – 14:00 Mittagessen und Netzwerken

14:00 – 17:00 Exkursionen vor Ort

  • Stadtwerke Rostock (DE)
    Das kommunale Unternehmen erzeugt in einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Fernwärme und Strom. Bei dieser Führung wurden das Kraftwerk und die zentrale Leitstelle vorgestellt.

  • Wasserver- & entsorger Nordwasser (DE)
    Das Rostocker Klärwerk, das mittels eines Blockheizkraftwerks Klärgas in Strom und Wärme umwandelt, stellte sich vor. Darüber hinaus wurde über die geplante Klärschlammverbrennung mit dezentraler Vortrocknung informiert.

  • KlimaSichten (DE)
    Der künstlerische Wettbewerb des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Klimaschutz - es konnte an der Auswertungsveranstaltung mit der Vorstellung der Preisträger*innen teilgenommen und die Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge besucht werden.

  • Landstrom zur Stromversorgung im Hafen (EN)
    Teilnehmende besuchten eine Landstromanlage im Rostocker Fischereihafen und erfuhren mehr über die Pläne zur Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen in Rostock.

  • Straßenbahnbetriebshof (DE)
    Der Betriebshof wurde besichtigt und der Fahrzeugbestand sowie das Fahrplankonzept kennenlernt.

  • Windenergieanlagen-Produktion von NORDEX (EN)
    Die Produktionsstätte sowie die Produktvielfalt des örtlichen Windenergieanlagenherstellers wurden Ihnen bei dieser Führung vorgestellt.

  • Wasserstoff-Tankstelle (DE)
    Teilnehmende lernten die Funktionsweise der ersten Wasserstofftankstelle in Rostock und Wasserstofffahrzeuge kennen.

  • WIRO - Wohnen in Rostock (DE)
    Eisspeicher und Geothermie zur Wärmeversorgung, PV-Anlagen zur Stromerzeugung und Carsharing -  damit ist das kommunale Wohnungsunternehmen Klimaschützer.
  • Wald im Klimawandel (DE)
    Auswirkungen und Anforderungen durch den Klimawandel am Beispiel der Rostocker Heide, ein FSC-zertifizierter Stadtwald mit 6.000 ha Fläche. Wald als CO2-Speicher und als Energiequelle, Sinnvolle Kaskadennutzung von Holz - Welche Auswirkungen hat der Klimawandel und mit welchen Strategien kann man dem begegnen, um das Risiko massiver Schäden zu reduzieren.

Hinweis: maximal 20 Teilnehmer*innen pro Exkursion.

 

25. September | 26. September | 27. September

 

 

Photos: Hafen - Hansestadt Rostock, Angelika Heim | Luftbild - Hansestadt Rostock, Fotoagentur Nordlicht | Gehlsdorf - Fotoagentur Nordlicht