Globale Partnerschaften

Brücken zwischen Europa und Amazonien

Globale Partnerschaften sind für Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis eine wertvolle Möglichkeit, den direkten Austausch mit indigenen Gemeinden direkt zu fördern. Solche Partnerschaften bieten Einsichten in globale Herausforderungen, denen indigene Völker gegenüber stehen und sensibilisieren das Bewusstsein für andere Realitäten. Dabei profitieren beide Seiten von gegenseitigem Lernen und werden zum Handeln motiviert.

Ausgewählte Partnerschaften

Landeshauptstadt München (DE) – Volk der Asháninka (Peru)

Durch ihre regelmäßigen Besuche leisten Vertreter*innen der Asháninka einen wichtigen Beitrag zur lokalen Bildungsarbeit in der Stadt München. Dabei machen sie u. a. auf die Auswirkungen des Klimawandels und des Rohstoffabbaus auf ihr Leben aufmerksam. Gleichzeitig fördert die Stadt München die Asháninka durch Öffentlichkeitsarbeit und trägt mit zahlreichen kleinen Projekten zur Stärkung ihrer territorialen und kulturellen Rechte bei. Erfahren Sie mehr.

Hansestadt Rostock (DE) – Volk der Harakmbut (Peru)

Seit 2014 unterstützt die Hansestadt Rostock das Projekt „Schutz der natürlichen Ressourcen im Schutzgebiet Amarakaeri“ und verknüpft somit die lokalen Klimaschutzmaßnahmen mit den Bemühungen zum Schutz der Regenwälder. Neben dem Aspekt des Klimaschutzes zielt das Projekt darauf, das Schutzgebiet Amarakaeri zu erhalten und die dort lebenden indigenen Völker einzubeziehen.

Stadt Köln (DE) – FECONAU / Gemeinde Yarinacocha (Peru)

Die Partnerschaft der Stadt Köln mit der Gemeinde Yarinacocha und dem Verband der indigenen Gemeinden des Ucayali (FECONAU) besteht seit 2017. Sie soll Gemeinden der Shipibo-Conibo stärken und sie in ihrem Kampf gegen die Ausweitung von Palmölplantagen auf ihrem Territorium unterstützen. Denn trotz der rechtlichen Anerkennung ihrer Gebiete, behält sich der Staat ein Verfügungsrecht vor und vergibt Lizenzen für den Anbau von Monokulturen.

Klimabündnis Österreich – FOIRN (Brasilien)

Das Klimabündnis Österreich unterhält seit den 1990er Jahren eine Partnerschaft mit dem Dachverband der indigenen Organisationen am Rio Negro, zu dessen großen Erfolgen die staatliche Anerkennung von 122.000 km² Regenwald als indigenes Territorium zählt. Gemeinsame Ziele der Partnerschaft sind neben der Landsicherungen und dem Ressourcenschutz auch die Förderung von Demokratie und Menschenrechten sowie politische Mitbestimmung. Erfahren Sie mehr.

Klima-Bündnis Lëtzebuerg / Action Solidarité Tiers Monde (ASTM)

In Luxemburg wählen die Klima-Bündnis-Gemeinden aus Projektvorschlägen der ASTM Projekte in Lateinamerika, Afrika oder Asien aus, die sie fördern wollen. Anknüpfend an diese Projekte, baut ASTM die Bildungsarbeit in der jeweiligen Gemeinde auf, leistet wichtige politische Arbeit und deckt weitreichende Verbindungen zwischen Luxemburg und dem Globalem Süden auf. ASTM ist Teil der nationalen Koordinationsstelle des Klima-Bündnis Lëtzebuerg. Erfahren Sie mehr.


 

Fotos: München & Asháninka - Climate Alliance Hungary; Klimabündnis Österreich & FOIRN - Klimabündnis Österreich; Klima-Bündnis Lëtzebuerg / ASTM - ASTM